BMI Rechner Frau 70 Jahre
Ab 65 Jahren gilt altersangepasst ein BMI von 24 bis 29. In dieser Lebensphase ist ein zu niedriger Wert das größere Risiko als ein leicht erhöhter – zu wenig Gewicht bedeutet meist zu wenig Muskeln.
Größe und Gewicht eingeben – der BMI wird sofort berechnet.
Welcher BMI ist mit 70 Jahren normal?
Die WHO-Grenzen gelten formal für alle Erwachsenen: Normalgewicht 18,5–24,9, Übergewicht ab 25. Für die Altersgruppe ab 65 nennen die altersangepassten Richtwerte jedoch BMI 24–29. Eine 70-Jährige mit 1,60 m und 66 kg hat einen BMI von 25,8 – nach WHO Übergewicht, für ihr Alter ein guter Wert. Dieselbe Frau mit 55 kg käme auf 21,5: nach WHO tadelloses Normalgewicht, aber 2,5 Punkte unter dem Altersrichtwert und damit ein Anlass, Muskelmasse und Gewichtsverlauf genauer anzuschauen.
| Körpergröße | BMI 24 (untere Grenze) | BMI 26,5 (Mitte) | BMI 29 (obere Grenze) |
|---|---|---|---|
| 1,50 m | 54,0 kg | 59,6 kg | 65,3 kg |
| 1,55 m | 57,7 kg | 63,7 kg | 69,7 kg |
| 1,60 m | 61,4 kg | 67,8 kg | 74,2 kg |
| 1,65 m | 65,3 kg | 72,1 kg | 79,0 kg |
| 1,70 m | 69,4 kg | 76,6 kg | 83,8 kg |
| 1,75 m | 73,5 kg | 81,2 kg | 88,8 kg |
Untergewicht ist im hohen Alter das größere Problem
Wer mit 70 wenig wiegt, hat selten zu wenig Fett – meist fehlt Muskulatur. Und Muskulatur ist im Alter kein Schönheitsmerkmal, sondern Alltagsfähigkeit: aufstehen, Treppen steigen, Einkäufe tragen, sich nach einem Stolpern wieder fangen. Dazu kommt der Reserveeffekt: Eine Lungenentzündung, eine Hüftoperation oder ein längerer Klinikaufenthalt kostet schnell mehrere Kilogramm. Wer von einem BMI von 27 startet, verkraftet das besser als jemand mit 20.
Als Warnzeichen gilt ein ungewollter Gewichtsverlust von mehr als 5 % in 6 Monaten oder mehr als 10 % in 12 Monaten – bei 70 kg also 3,5 kg beziehungsweise 7 kg. Häufige Ursachen sind nachlassender Appetit, veränderter Geschmackssinn, Probleme mit Zähnen oder Zahnersatz, Nebenwirkungen von Medikamenten, Schluckstörungen oder Einsamkeit beim Essen. Diese Gründe sind fast alle behandelbar, wenn man sie anspricht. Mehr zu den Risiken lesen Sie auf der Seite zu Untergewicht. Wenn der Verdacht besteht, dass hinter dem Gewichtsverlust ein gestörtes Essverhalten steckt – auch das gibt es im höheren Alter –, hilft das anonyme BZgA-Beratungstelefon zu Essstörungen unter 0221 89 20 31.
Sturzrisiko: Was Gewicht und Kraft damit zu tun haben
Stürze sind der häufigste Grund für den Verlust von Selbstständigkeit im Alter, und die zwei wichtigsten beeinflussbaren Faktoren sind Beinkraft und Gleichgewicht. Beide hängen an der Muskelmasse, die ein niedriger BMI oft mit abbildet. Ein einfacher Selbsttest: Fünfmal ohne Armhilfe von einem normalen Stuhl aufstehen und wieder setzen – dauert das länger als 15 Sekunden, ist die Beinkraft eingeschränkt. Auch der Einbeinstand ist aussagekräftig: Wer sich keine 10 Sekunden auf einem Bein halten kann, sollte gezielt Balance üben.
Wirksam sind zwei bis drei kurze Einheiten pro Woche: Aufstehen vom Stuhl in Serien, Fersen- und Zehenstand an der Küchenzeile, Tandemgang im Flur, dazu Beinkraftübungen mit Band oder leichten Gewichten. Ergänzend gehören dazu: ausreichend Vitamin D nach ärztlicher Rücksprache, ein jährlicher Sehtest, Prüfung der Medikamentenliste auf Mittel, die schwindelig machen, sowie Stolperfallen in der Wohnung – lose Teppichkanten, fehlendes Nachtlicht, glatte Badfliesen.
Eiweiß, Trinken und die richtige Messung
Der Eiweißbedarf steigt im Alter relativ zum Körpergewicht: Als Richtwert gelten etwa 1,0 g pro Kilogramm täglich, bei 65 kg also rund 65 g. Verteilt auf drei Mahlzeiten sind das zum Beispiel 250 g Magerquark, 2 Eier und eine Portion Fisch oder Hülsenfrüchte. Wichtig ist die Verteilung: Eine große Portion abends nützt weniger als drei mittlere über den Tag. Ebenso wichtig ist Trinken – das Durstgefühl lässt im Alter nach, 1,3 bis 1,5 Liter täglich sind ein guter Ausgangswert, sofern ärztlich nichts anderes gilt.
Beim Messen zählt Genauigkeit: Wiegen Sie sich einmal pro Woche morgens nach dem Aufstehen, immer mit derselben Waage, und notieren Sie den Wert – der Verlauf über Monate sagt mehr als jeder Einzelwert. Die Körpergröße nimmt mit den Jahren ab, deshalb messen Sie sie alle ein bis zwei Jahre neu; wie stark sich das rechnerisch auswirkt, zeigt die Seite BMI Frau mit 60 Jahren. Für den Taillenumfang gelten unverändert 80 und 88 cm als Grenzwerte, allerdings ist er in dieser Altersgruppe weniger aussagekräftig als der Gewichtsverlauf. Eine vollständige Übersicht aller Klassen und Altersgruppen bietet die BMI-Tabelle, alle Besonderheiten für Frauen fasst der BMI Rechner für Frauen zusammen.
Häufige Fragen
Welcher BMI ist für eine Frau mit 70 Jahren normal?
Ab 65 Jahren gilt altersangepasst ein BMI von 24 bis 29, nach WHO weiterhin 18,5 bis 24,9. Bei 1,60 m entspricht der Altersbereich etwa 61,4 bis 74,2 kg.
Ist ein BMI von 22 mit 70 Jahren zu niedrig?
Nach WHO ist 22 Normalgewicht, für die Altersgruppe ab 65 liegt der Wert aber zwei Punkte unter dem Richtwert von 24. Wichtig ist, ob das Gewicht seit Jahren stabil ist oder ungewollt gesunken.
Ab wann ist Gewichtsverlust im Alter bedenklich?
Als Warnzeichen gelten mehr als 5 Prozent Gewichtsverlust in 6 Monaten oder mehr als 10 Prozent in 12 Monaten ohne Absicht. Bei 70 kg sind das 3,5 kg beziehungsweise 7 kg.
Wie viel Eiweiß braucht eine Frau mit 70?
Als Richtwert gelten etwa 1,0 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht täglich, bei 65 kg also rund 65 g. Bei akuter Erkrankung oder nach einer Operation kann der Bedarf höher liegen.
Sollte ich mit 70 noch abnehmen?
Nur bei Adipositas mit Beschwerden, deutlich erhöhtem Taillenumfang oder ärztlicher Empfehlung, und dann sehr langsam mit begleitendem Krafttraining. Ohne diese Gründe ist ein stabiles Gewicht das bessere Ziel.